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Werkzeug für unterwegs: Das gehört in jede Bordtasche

24.7.2026

Das ab Werk mitgelieferte Bordwerkzeug ist bei den meisten Motorrädern auf einfache Wartungsarbeiten ausgelegt und reicht für größere Probleme unterwegs selten aus. Eine sinnvolle Ergänzung beginnt mit einem robusten Multitool oder einer kompakten Ratschen-Bit-Kombination, die die am Motorrad verwendeten Schraubengrößen tatsächlich abdeckt, statt eines generischen Sets von der Stange.

Ein Reifenreparaturset für schlauchlose Reifen gehört auf jede längere Reise, ergänzt um eine kleine, batteriebetriebene oder handbetriebene Luftpumpe. Ein Plattfuß mitten in abgelegenem Gelände ohne die Möglichkeit, den Reifen wieder aufzupumpen, kann eine Reise ernsthaft gefährden, während das eigentliche Flicken meist unkompliziert ist, wenn das passende Werkzeug vorhanden ist.

Kabelbinder, etwas Draht und ein Rolle robustes Klebeband lösen überraschend viele improvisierte Reparaturen unterwegs, von einer losen Verkleidung bis zu einem provisorisch befestigten Kabel. Diese Kleinteile wiegen praktisch nichts, sollten aber nicht fehlen, weil sie oft genau dann gebraucht werden, wenn kein Fachgeschäft in der Nähe ist.

Für elektrische Probleme lohnt sich ein einfaches Multimeter und ein Satz Ersatzsicherungen in den am Motorrad verwendeten Stärken. Ein durchgebrannter Sicherung ist eine der häufigsten Ursachen für einen kompletten Ausfall der Bordelektrik und mit dem richtigen Werkzeug in wenigen Minuten behoben - ohne Ersatzsicherung dagegen kann sie eine Weiterfahrt komplett verhindern.

Wichtiger als die reine Ausstattung ist das Wissen, wie man sie einsetzt. Wer vor der Reise nie einen Reifen geflickt oder eine Sicherung getauscht hat, sollte das idealerweise vorher einmal in Ruhe üben, statt es zum ersten Mal unter Zeitdruck am Straßenrand zu versuchen.