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Lofoten mit dem Motorrad: Nordnorwegens spektakulärste Inselgruppe

21.9.2026

Die Inselgruppe wird über die E10 erschlossen, die Brücken und Tunnel zwischen den einzelnen Inseln verbindet und auf gut 230 Kilometern Hauptstrecke praktisch ununterbrochen an Fjorden und Steilküsten entlangführt. Die reine Fahrzeit unterschätzt dabei fast jeder: Zwischen Aussichtspunkten, kleinen Fischerdörfern und spontanen Fotostopps dauert eine ehrliche Durchquerung eher mehrere Tage als einen.

Schon die Anreise ist Teil des Erlebnisses und nimmt aus Mitteleuropa realistisch mehrere Tage in Anspruch. Die Fähre zwischen Bodø und Moskenes ist für viele Routen die praktischste Verbindung auf die Inseln - in der Hauptsaison im Juli und August sollte die Überfahrt unbedingt im Voraus gebucht werden, da Fährplätze für Motorräder begrenzt sind.

Das Wetter bleibt selbst im nordnorwegischen Sommer unbeständig, und Wind spielt auf den exponierten Brücken zwischen den Inseln eine größere Rolle, als man von mitteleuropäischen Touren gewohnt ist - bei einem vollgepackten Motorrad mit Seitenkoffern ist das durchaus spürbar. Regenkleidung gehört unabhängig von der Wettervorhersage fest ins Gepäck.

Zwischen Ende Mai und Mitte Juli sorgt die Mitternachtssonne dafür, dass es praktisch gar nicht dunkel wird - ein praktischer Vorteil für spätes Fahren und Fotografieren, der aber auch bedeutet, dass sich die eigene Tagesplanung stärker an der eigenen Müdigkeit als am Tageslicht orientieren muss.

Norwegen gehört preislich zu den teuersten Reisezielen Europas, was Kraftstoff, Verpflegung und Übernachtungen betrifft. Viele Fernreisende nutzen deshalb das norwegische Jedermannsrecht (Allemannsretten) und übernachten frei in der Natur, was bei entsprechender Ausrüstung Budget spart, aber etwas Erfahrung mit wildem Zelten voraussetzt.

Die realistische Reisesaison liegt zwischen Ende Mai und Anfang September - außerhalb dieses Fensters ist an höher gelegenen Streckenabschnitten weiterhin mit Restschnee und deutlich kälteren Temperaturen zu rechnen, selbst wenn die Küste selbst schon mild wirkt.