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Schwarzwaldhochstraße (B500): Die klassische Kurvenstrecke vor der Haustür

6.9.2026

Rund 60 Kilometer Kurven auf dem Kamm des Nordschwarzwalds, dazu freie Sicht über Tannenwälder und ins Rheintal - die Schwarzwaldhochstraße liegt für Fahrer aus dem gesamten südwestdeutschen Raum praktisch vor der Haustür, und genau das ist ihr größtes Problem. An sonnigen Wochenenden zwischen Frühling und Herbst ist die Strecke zeitweise dichter befahren als mancher Stadtring.

Wer die Straße wirklich genießen will, fährt sie unter der Woche oder früh am Morgen. Baden-Württemberg hat außerdem auf Teilstücken Lärmblitzer installiert und kontrolliert Geschwindigkeit und Auspufflautstärke gezielt - für eine Reiseenduro mit serienmäßiger Auspuffanlage kein Problem, mit lauter Sportauspuff-Nachrüstung dagegen ein reales Bußgeldrisiko.

Die klassische Route führt von Baden-Baden über den Mummelsee nach Freudenstadt, mit Kaltenbronn als lohnendem Abstecher abseits der Hauptroute für alle, die dem dichtesten Verkehr etwas ausweichen wollen. Der Straßenbelag ist überwiegend gut, in den schattigen Waldabschnitten kann es nach Regen aber länger nass und stellenweise rutschig mit Laub oder Split bleiben.

Zwischen November und März ist mit Schnee und zeitweiligen Sperrungen zu rechnen, die beste Saison liegt zwischen Mai und Oktober. Weil die Strecke selbst in zwei bis drei Stunden abgefahren ist, lohnt es sich, sie nicht isoliert zu planen, sondern als Rückgrat einer mehrtägigen Schwarzwald-Tour mit Nebenstrecken ins Kinzigtal oder Richtung Hornisgrinde.

Der Nordschwarzwald lebt von Motorradtourismus, entsprechend groß ist die Auswahl an ausgewiesenen Bikerhotels und Gasthöfen mit überdachtem Stellplatz entlang der Route. Für eine erste mehrtägige Tour mit der eigenen Maschine ist das ein angenehmer Einstieg: kurvenreich genug, um Spaß zu machen, aber ohne die Höhenlage und Kehrenzahl echter Alpenpässe.