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Motorradreifen-Pflege: So hält dein Reifen länger

28.8.2026

Regelmäßige Reifendruckkontrolle ist die wirksamste einzelne Maßnahme, um die Lebensdauer eines Motorradreifens zu verlängern. Zu niedriger Druck erhöht den Rollwiderstand, lässt den Reifen stärker aufheizen und beschleunigt den Verschleiß an den Reifenschultern, während zu hoher Druck den Verschleiß in der Reifenmitte verstärkt und den Grip verringert. Eine Kontrolle alle zwei Wochen im kalten Zustand ist eine sinnvolle Faustregel.

Die Profiltiefe sollte regelmäßig mit einem Messschieber oder Tiefenmesser kontrolliert werden, nicht nur nach Augenmaß. Der gesetzliche Mindestwert von 1,6 Millimetern gilt als absolute Untergrenze - aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich ein Wechsel bereits bei etwa 2 Millimetern Restprofil, weil die Nässeeigenschaften des Reifens vorher deutlich nachlassen.

Bei der Lagerung, etwa über Winter, hilft ein kühler, trockener und dunkler Standort, um vorzeitiges Aushärten der Gummimischung zu vermeiden. Direkte Sonneneinstrahlung und Kontakt mit Öl oder Kraftstoff lassen Gummi deutlich schneller altern und spröde werden, was auch bei optisch noch gutem Profil zu einem sicherheitsrelevanten Problem werden kann.

Nach jedem Reifenwechsel gehört ein Auswuchten zum Standard, weil ein unausgewuchteter Reifen ungleichmäßig abgefahren wird und zusätzlich das Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten spürbar verschlechtert. Diese Leistung wird von den meisten Werkstätten automatisch mit angeboten, sollte aber bei einer Reifenmontage ausdrücklich eingefordert werden.

Auch das Alter eines Reifens zählt unabhängig vom Profilzustand: Als grobe Orientierung gelten sechs Jahre ab Herstellungsdatum als sinnvolle Obergrenze, danach nimmt die Gummielastizität spürbar ab, selbst wenn optisch noch ausreichend Profil vorhanden ist. Das Herstellungsdatum findet sich als vierstellige Zahl auf der Reifenflanke, wobei die ersten beiden Ziffern die Kalenderwoche und die letzten beiden das Jahr angeben.