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Motorrad verladen: Transport per Anhänger richtig gemacht

24.8.2026

Vor dem Auffahren auf den Anhänger sollte die Rampe fest arretiert sein und einen möglichst flachen Winkel zum Boden bilden, damit das Motorrad beim Hochschieben nicht nach hinten kippt. Gerade bei schweren Reiseenduros mit hohem Schwerpunkt ist es sinnvoll, das Motorrad zu zweit aufzuladen, statt es alleine zu versuchen.

Die Sicherung sollte immer über mindestens vier Spanngurte erfolgen: zwei diagonal nach vorne am Lenker oder an den vorderen Rahmenpunkten und zwei am Heck, jeweils in entgegengesetzte Richtungen gespannt. Eine reine Sicherung nur am Lenker reicht nicht aus, weil sich das Motorrad dabei seitlich immer noch bewegen und schließlich umfallen kann.

Die Gurte sollten direkt an tragenden Rahmenpunkten befestigt werden, niemals an Bauteilen wie Bremshebeln, Verkleidungsteilen oder Blinkern, die für diese Belastung nicht ausgelegt sind. Ein spezieller Vorderradspanner, der das Vorderrad seitlich fixiert, reduziert zusätzlich die Gefahr, dass sich das Motorrad während der Fahrt aufrichtet oder umkippt.

Die Anhängerlast und die zulässige Zuladung des Zugfahrzeugs müssen unbedingt eingehalten werden, wobei nicht nur das Leergewicht des Motorrads, sondern auch mitgeführtes Gepäck und der Anhänger selbst in die Rechnung einfließen. Eine Überladung wirkt sich negativ auf das Fahrverhalten des Gespanns aus und kann bei einer Kontrolle rechtliche Konsequenzen haben.

Nach den ersten gefahrenen Kilometern lohnt sich ein Zwischenstopp, um die Spannung aller Gurte zu kontrollieren, da sich die Ladung beim Anfahren und ersten Bremsmanövern oft leicht setzt. Diese kurze Kontrolle nach fünfzehn bis zwanzig Kilometern kostet nur wenige Minuten, verhindert aber die häufigste Ursache für eine Ladungssicherung, die sich während der Fahrt löst.