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Deutsche Alpenstraße: Von Lindau bis Berchtesgaden auf 450 Kilometern

9.9.2026

Die Deutsche Alpenstraße verbindet auf knapp 450 Kilometern den Bodensee mit dem Berchtesgadener Land und folgt dabei dem nördlichen Alpenrand von Lindau über das Allgäu, das Werdenfelser Land und das Chiemgau bis zum Königssee. Anders als ein einzelner Alpenpass ist sie eine Kette gut beschilderter Bundes- und Landstraßen ohne extreme Steigungen oder enge Serpentinen.

Die gesamte Strecke an einem Tag durchzufahren wäre technisch möglich, verfehlt aber den Punkt: Wer tatsächlich anhalten, Aussichtspunkte mitnehmen und die Seitentäler erkunden will, sollte drei bis vier Tage einplanen. Pensionen und Campingplätze gibt es entlang der gesamten Route reichlich, in der Hauptsaison im Juli und August lohnt sich eine Reservierung trotzdem im Voraus.

Landschaftlich markieren das Allgäu rund um Oberstdorf und das Zielgebiet am Königssee bei Berchtesgaden die beiden Höhepunkte der Strecke, dazwischen wechseln sich weite Hochtäler mit kurzen, moderaten Anstiegen ab. Für alle, die noch keine Erfahrung mit echten Hochalpenpässen haben, ist das eine gute Gelegenheit, sich an Höhenlage und alpines Wetter zu gewöhnen, ohne gleich mit engen Kehren überfordert zu sein.

Im Gegensatz zu vielen Alpenpässen in Italien oder Österreich wird hier keine Passstraße wegen Schnee komplett gesperrt, dafür ist im Sommer mit deutlichem Reiseverkehr durch Wohnmobile und Reisebusse zu rechnen, besonders um beliebte Ausflugsorte. Die ruhigeren Zeitfenster liegen am frühen Vormittag und in der Nebensaison im Mai, Juni oder September.

Weil die Route mehrfach nah an die österreichische Grenze heranführt, bieten sich problemlos Abstecher nach Tirol oder Vorarlberg an - innerhalb des Schengenraums ohne Grenzkontrolle und mit EU-weit gültiger Kfz-Versicherung. Für eine erste mehrtägige Alpentour mit Gepäck ist die Deutsche Alpenstraße damit ein solider, gut planbarer Auftakt vor anspruchsvolleren Zielen weiter südlich.