Regenbekleidung fürs Motorrad: Test und Kaufkriterien
29.7.2026
Wer eine hochwertige Textiljacke mit eingebauter Membran besitzt, braucht bei kurzen Schauern oft keinen zusätzlichen Regenkombi. Bei stundenlangem Dauerregen oder bei einer Lederkombi ohne Membran ist eine separate Regenbekleidung dagegen fast unverzichtbar, weil selbst gute Außenmaterialien irgendwann durchfeuchten.
Regenkombis werden als Einteiler oder Zweiteiler angeboten. Ein Einteiler bietet den besseren Schutz an der Übergangsstelle zwischen Ober- und Unterteil, ist aber unpraktischer beim An- und Ausziehen, wenn er über der bereits angezogenen Motorradkleidung getragen werden muss. Ein Zweiteiler lässt sich flexibler nutzen, etwa nur die Hose bei leichtem Regen, erfordert aber eine überlappende Passform, damit an der Taille kein Wasser eindringt.
Das Material entscheidet stark über Komfort und Haltbarkeit: Varianten aus Polyamid oder Polyester sind angenehmer zu tragen und lassen sich kompakter verstauen, während PVC-Regenkombis zwar günstiger, aber deutlich unflexibler und weniger atmungsaktiv sind. Bei längeren Regenetappen führt mangelnde Atmungsaktivität dazu, dass man von innen durch Schweiß genauso nass wird wie von außen durch Regen.
Klettverschlüsse oder enge Bündchen an Ärmeln und Hosenbeinen verhindern, dass Wasser bei Fahrtwind von unten in die Kleidung gedrückt wird - ein Detail, das bei günstigen Modellen häufig fehlt oder nur unzureichend umgesetzt ist. Auch reflektierende Elemente sind bei einem Regenkombi sinnvoll, weil die Sichtbarkeit bei Regen und Dämmerung ohnehin schon eingeschränkt ist.
Für die Reisetasche zählt zusätzlich das Packmaß: Ein guter Regenkombi sollte sich klein zusammenfalten lassen, damit er im Gepäck nicht unnötig viel Platz beansprucht, aber trotzdem robust genug bleiben, um mehrfaches Ein- und Auspacken über eine ganze Reise hinweg auszuhalten, ohne an den Nähten zu reißen.
Weiterführende Artikel
Winterfahren auf dem Motorrad: Ausrüstung und Tipps
Wer im Winter nicht ganz auf das Motorrad verzichten will, braucht andere Ausrüstung und eine angepasste Fahrweise.
Beheizte Kleidung für Motorradfahrer: Lohnt sich die Investition?
Heizweste, Heizhandschuhe und Heizsocken versprechen mehr Reichweite in der kalten Jahreszeit - eine realistische Einschätzung.
Motorradjacke und -hose für Tourenfahrer: Kaufberatung
Textil oder Leder, Kombi oder Einzelteile - eine ehrliche Einordnung, welche Bekleidung sich für lange Touren tatsächlich eignet.