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Erste-Hilfe-Set fürs Motorrad: Was gehört rein?

17.7.2026

Ein Erste-Hilfe-Set nach DIN 13167 ist speziell für Motorräder konzipiert und umfasst neben Klebeband, Schnellverbänden und Verbandpäckchen auch eine Rettungsdecke, ein verbandtuch, eine Schere und Einweghandschuhe. Der entscheidende Unterschied zu einem Auto-Verbandskasten liegt in der kompakteren, wasserfesteren Verpackung, die auch bei Regen und in einer Koffertasche funktionsfähig bleibt.

In vielen europäischen Ländern, darunter Österreich, ist ein Verbandskasten am Motorrad gesetzlich vorgeschrieben, in Deutschland dagegen nicht. Wer international unterwegs ist, sollte sich vor der Reise über die jeweiligen Vorschriften des Ziellandes informieren, da Kontrollen und Bußgelder je nach Land unterschiedlich gehandhabt werden.

Über die Grundausstattung hinaus lohnt sich für Reisen abseits guter medizinischer Versorgung eine Ergänzung um persönliche Medikamente, ein Zeckenzange, eine sterile Wundauflage in größerer Ausführung und gegebenenfalls ein Druckverband für stärkere Blutungen. Wer regelmäßig im Gelände unterwegs ist, sollte auch an eine SAM-Splint oder vergleichbare improvisierte Schienung für Verstauchungen denken.

Die Lagerung am Motorrad ist ebenso wichtig wie der Inhalt: Ein Erste-Hilfe-Set, das ganz unten im schwer zugänglichen Koffer verstaut ist, hilft im Ernstfall wenig. Sinnvoller ist eine leicht erreichbare Position, etwa in einer Seitentasche oder einem dafür vorgesehenen Fach, das auch mit einer Hand schnell zu öffnen ist.

Ein Erste-Hilfe-Set ist nur so gut wie die Fähigkeit, es im Ernstfall auch anzuwenden. Ein regelmäßig aufgefrischter Erste-Hilfe-Kurs, idealerweise mit Fokus auf Verkehrsunfälle, ist eine sinnvolle Ergänzung zu jeder noch so vollständigen Ausrüstung.